Der erste Spieltag der Saison 2013/2014 ist vorbei und es gibt schon einiges an Gesprächsstoff. Die erste Erkenntnis der Saison ist, dass es nach über einem Jahr wieder einen anderen Tabellenführer gibt, der nicht FC Bayern München heißt. Ansonsten fielen sehr viele Tore zum Saisonstart und die Diskussionen um die Einführung der Torlinientechnik wird nach diesem Spieltag wieder lauter geführt werden.

Am Freitag ging die Saison mit dem Eröffnungsspiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach los. Nach den ersten 20 Minute und dem 2:0 durch Robben und Mandzukic hatte man das Gefühl, die Bayern machen dort weiter, wo sie Anfang Juni aufgehört haben. Aber nach dem Spiel kann man sagen, die Bayern sind nicht unverwundbar. Das sie dann 3:1 gewannen, ist vor allem Alvaro Dominguez zu verdanken, der es schaffte innerhalb von zwei Minuten zwei Handelfmeter zu verursachen. Müller verschoss einen, Alaba traf dann den zweiten. Wenn die Bayern hinten gefordert werden, machen sie auch ihre Fehler und man merkt, dass die Mannschaft das neue System noch verinnerlichen. Die Gladbacher haben gut mitgehalten, aber die Chancenverwertung bleibt schwach. Um weiter vorne zu landen, muss diese besser werden.

Der Samstagnachmittag legte dann los wie die Feuerwehr, den es fielen in fünf Spielen 21 Tore oder 4,2 Tore pro Spiel. Den Aufreger schlechthin gab es beim Spiel 1899 Hoffenheim vs. 1. FC Nürnberg, wo Hoffenheim beim Stand von 1:0 kurz vor der Halbzeit ein klares Tor die Anerkennung verweigert wurde. Das Spiel endet dann nach einer zwischenzeitlichen 2:0 Führung für Hoffenheim 2:2. Die Stimmen nach einer Einführung der Torlinientechnik wird nach dem Ereignis wieder lauter geführt werden. Für Hoffenheim war es nach der Horrorsaison 2012/2013 ein guter Start in die neue Saison, der Sieg wäre verdient gewesen während Nürnberg mit dem Punkt zufrieden sein kann.

Im Spiel FC Augsburg vs. Borussia Dortmund feierte Dortmunds Zugang Pierre-Emerick Eubameyang mit drei Toren einen grandiosen Einstand bei der Borussia. Der Wechsel willige Robert Lewandowski traf per Elfmeter noch zum 0:4. Doch dieses spiegelt nicht den gesamten Spielverlauf mit, da Augsburg bis zum 0:2 gut mithielt und auch ein paar Chancen hatte. Für den BVB war es ein guter Start in die Liga, jedoch noch stimmt nicht alles in der Abwehr. Beim FC Augsburg kann man an die Leistung der ersten 60 Minuten aufbauen.

Die Überraschung des Spieltages gab es in Berlin, als der Aufsteiger Hertha BSC Berlin den Europa League Playoffteilnehmer Eintracht Frankfurt mit 6:1 aus dem Stadion schoss. Es hätte für die Eintracht aber noch durchaus schlimmer kommen können, da Berlin noch mehrere Pfosten und Lattentreffer hatte und noch gute Chancen liegen ließ. Für den Aufsteiger ist es beim Comeback natürlich ein klasse Start, der mit der Tabellenführung vergoldet wird. Nun müssen die Hauptstädter aber zeigen, dass es keine Eintagsfliege war. Die Frankfurter müssen nach dieser Klatsche wieder schnell zu sich kommen, bevor es am Samstag Zuhause gegen die Bayern die nächste Klatsche gibt.

Bei Bayer Leverkusen gegen den SC Freiburg trat die drei gegen die fünf der vergangen Saison. Und nach dem Spiel kann man auch sagen, Leverkusen hat eine richtig gute Truppe zusammen. Mit den Torjägern Kießling, der zum 1:0 traf und Son, der zum 2:1 traf, hat man einen richtig guten Sturm. Dazu im Mittelfeld noch Sam, der das 3:1 machte und Castro, die die Stürmer vor guten Bällen versorgten. Das Spiel zeigte schon, dass die Leverkusener definitiv ein Kandidat für oberen Plätze sind. Der Freiburger Trainer Streich muss nach dem Aderlass im Sommer erst einmal die Mannschaft wieder formen.

Beim Niedersachsenderby Hannover 96 gegen den VfL Wolfsburg feierte Leon Andreasen nach seinem Kreuzbandriss mit dem Tor zum 1:0 ein tolles Comeback. Der Saisonstart der Wolfsburger ging hingegen gründlich schief. Nicht nur, dass sie 2:0 verloren sondern auch das Spiel nach glatt Rot für Arnold und Gelb-Rot nur zu neunt beendeten. Bei Hannover fiel auf, dass sie bei zweifacher Überzahl sehr ängstlich agierten und Wolfsburg sogar Chancen zum Ausgleich hatten. Vor der Gelb-Roten Karte und nach dem 2:0 hatte Hannover noch einige Chancen, also das Offensivspiel stimmt dort, während es bei den Wolfsburgern nicht zum tragen kam. Nächste Woche ist man dort wohl schlauer.

Das erste Topspiel der Woche kam es mit Eintracht Braunschweig gegen Werder Bremen zum Duell zweier Verlierer der ersten Pokalrunde. Insgesamt fällt diese Partie aus dem Torreigen des Spieltages raus, da Braunschweig erst mal in der Liga angekommen wollte und Bremen hinten sicher stand. Erst Mitte der zweiten Halbzeit kam Braunschweig zu Chancen, aber Bremen machte dann das entscheidende 0:1. Für Bremen die ersten drei Punkte gegen den Abstieg und für Braunschweig die Einsicht, dass sie in der Liga mithalten können.

Der Sonntag stand dem Freitag und Samstag in nichts nach, da dort auch viele Tore fielen. Das erste Sonntagsspiel Mainz 05 gegen den VfB Stuttgart hatte mit Nicolai Müller und Heinz Müller zwei spielentscheidende Protagonisten. Nicolai Müller traf beim 3:2 Sieg der Mainzer zum 1:0 und vorentscheidenden 3:1, während der ehemaligen Stuttgarter Okazaki das 2:1 machte. Die Stuttgarter spielten aber auch ein gutes Spiel und scheiterten oft am Mainzer Torhüter Heinz Müller. Beim VfB stachen vor allem die Torschützen Ibisevic und der Harnik heraus. Für Mainz ist es der erste Bundesligasieg seit März und ein guter Start in die Saison. Jedoch gab es hinten beim Sturmlauf der Stuttgarter große Probleme. Stuttgart wirkte trotz der Europa League Qualifikation am Donnerstag erstaunlich frisch. Das Offensivspiel stimmte aber die Abwehr macht auch in der Bundesliga große Sorgen.

Im zweiten Sonntagsspiel traf der FC Schalke 04 auf den Hamburger SV und den Schalkern reichten in der ersten Halbzeit ganze zwei Minuten für zwei Tore, dazwischen spielte der HSV richtig gut mit und ging nach der Führung der Schalker seinerseits in Führung, bevor Schalke in der Nachspielzeit das 2:2 machte. Nach der Halbzeit gingen Hamburger mit 3:2 in Führung aber die Schalker glichen wieder aus. Am Ende blieb es beim 3:3 und in beiden Abwehrreihen stimmt es zum Saisonanfang überhaupt. Beide Mannschaften boten den Fans ein offensives Spiel mit viele Torchancen aber auch vielen Abwehrfehlern. Durchaus hätten noch 2-4 Tore mehr fallen können. Für die Schalker war dieser Auftritt ein Rückfall in alte Zeiten der letzten Saison und die Hamburger können ihren Start als durchaus gut beurteilen, da man die Schalker zwischenzeitlich in große Bedrängnis brachte.

Bei Sky hat man sich in dieser Saison ein neues Konzept für den Bundesligasamstag einfallen lassen und teilweise ist dieses auf jeden Fall gelungen. Die Vorberichte nun aus dem Stadion zu senden, ist deutlich besser als dies aus dem Studio zu machen. Auch das Laufband, was neu ist, ist mit den Infos und den Aufstellungen zu den Spielen gelungen. Negativ aufgefallen ist das einbinden von Cathy Fischer als Lifestylereporterin, die Schauspieler und BVB-Fan Wotan Wilke Möhring interviewte. Für mich hat das nichts bei der Bundesliga bei Sky zu suchen. Nach dem Topspiel der Woche gibt es nun bis 21 Uhr Nachberichte und danach startete eine weitere Version von Samstag Live, was nun von langjährigen Sky-Moderatoren moderiert wird. Dort kann man sagen, dass es auf jeden Fall besser geworden ist, nur die Pokalauslosung was schwerfällig. Ansonsten gibt Sky nun den Fans endlich eine vernünftige Bühne für Interaktionen.

Im Laufe der Woche gibt es dann den Vergleich zwischen den Highlights der Bild und den Highlights von Sky Sport News HD, die vergangene Woche eine App in direkter Konkurrenz zur Bundesliga bei Bild auf den Markt brachten.

Bis dahin

Euer Domenik Lange

83 Tage ist der 34. und letzte Spieltag der 50. Bundesligasaison her. 83 Tage wo sich die Fans mit Confedcup, Testspielen und irgendwelchen Cups trösten mussten. 83 Tage mussten sie warten bis unser liebstes Kind startet. Am Freitag ist es soweit, die 51. Saison geht los und es erwartet uns eine spannende Saison. Wird Bayerns neuer Trainer Pep Guradiola die Erfolge von Jupp Heynckes wiederholen können, kann der BVB wieder zu den Bayern aufschließen und schafft Braunschweig als Aufsteiger ein Heimsieg? Das und bisschen mehr in meinem Ausblick auf die Bundesliga Saison 2013/2014.

Anfangen möchte ich natürlich mit dem Tripplesieger, dem FC Bayern München. Kaum ein Tag verging in der Sommerpause ohne Nachrichten aus dem Süden. Schuld daran ist der neue Trainer, Pep Guradiola, der Erfolgstrainer Jupp Heynckes beerbte. Dazu wurden im Sommer Mario Götze aus Dortmund und Thiago Alcántara vom FC Barcelona geholt. Ansonsten blieb die Mannschaft bis auf den Weggang von Mario Gomez unverändert. In der Vorbereitung schoss der FC Bayern praktisch jeden Gegner aus dem Stadion, bis zum ersten Pflichtspiel im Supercupfinale in Dortmund gegen BVB. Dort verlor man mit 4:2. Im Pokal holten sich dann die Bayern mit einem 0:5 gegen Rheden den nötigen Feinschliff für das Eröffnungsspiel gegen Mönchengladbach und das der FC Bayern als haushoher Favorit auf die Meisterschaft in die Saison geht, steht ja ohnehin fest.

Bei Borussia Dortmund sieht der Umbruch doch ein bisschen größer aus. Mit den Millionen aus dem Götzetransfer und den Millionen aus der Champions League holte man drei Spieler. Mit Pierre-Emerick Aubameyang aus Saint-Etienne und Henrich Mchitarjan wurden zwei Leute für die Offensive geholt, für die Abwehr kam Sokratis aus Bremen. Doch der Kader wurde nicht in der Breite verstärkt, sondern eher verkleinert. Zum Götzeabgang kamen noch acht weitere Abgänge und das Dauerthema Robert Lewandowski wird sich bei anhaltender Torflaute auch wieder aufbauen. Auch nach dem etwas mühevollen weiterkommen im Pokal sehe ich Dortmund in dieser Saison nicht so stark wie in den letzten Jahren.

Beim dritten Champions League Teilnehmer Bayer Leverkusen muss man in dieser Saison auf die Künste von André Schürrle verzichten, der zum FC Chelsea ging. Dafür wurde der Südkoreaner Heung-Min Son vom Hamburger SV für die Offensive geholt. Und Bayer holte mit Roberto Hilbert aus Istanbul einen alten Bekannten zurück in die Bundesliga. Mit der Vertragsverlängerung von Torschützenkönig Stefan Kießling konnte der Topstürmer der Liga gehalten werden. Insgesamt ist Bayer 04 richtig gut aufstellt. Mit Kießling und Son hat man zwei richtig gute Stürmer und das gro der Mannschaft blieb zusammen. Im Pokal kam die Bayerelf ohne Probleme in die zweite Runde und insgesamt könnte Leverkusen ohne weiteres sehr weit oben mitspielen.

Gut verstärkt hat sich auch der FC Schalke 04. Mit jungen Spielern wie Goretzka aus Bochum, Clemens aus Köln und dem erfahrenen Stürmer Ádám Szalai kpnnten die Schalker ihren ohnehin schon guten Kader punktuell gut verstärken. Besonders Szalai könnte eine wichtige Verstärkung für die Mannschaft sein, da es in der letzten Saison keinen wirklichen Ersatz für den zeitweisen verletzten Torjäger Klass-Jan Huntelaar gab und nach dem Abgang von Bastos muss Schalke sich noch einen fürs Mittelfeld hoklen. Mit dem zweitteuersten Spieleretat und den punktuellen Verstärkungen ist Schalke definitiv ein Kandidat für einen Platz unter den ersten vier, nur muss in dieser Saison die Konstanz her, die es in der vergangen Saison nicht gab. Im Pokal gab es gegen den fünftligisten Nöttingen schon die ersten Probleme.

Der SC Freiburg, letzte Saison Sensationsfünfter, steht vor einer schwierigen Saison. Im Sommer gab es einen großen Umbruch, acht Zugängen stehen 13 Abgängen gegenüber. Mit u.a Rosenthal, D.Caligiuri und Flum verließen eigene Stammspieler den SC. Bekanntester Zugang der Breisgauer ist Mike Hanke, der von Borussia Mönchengladbach kam. Wie in fast jedem Jahr ist der SC einer der jüngsten Mannschaften der Liga und diese Saison darf Freiburg in der Europa League spielen. Aber die Freiburger, besonders ihr Trainer Christian Streich gehen sehr realistisch in die neue Saison. Die Doppelbelastung bis zum Winter und die recht junge Mannschaft wird es schwer haben den Erfolg der letzten Saison zu wiederholen. Schon im Pokal hatten die Freiburger gegen Neustrelitz ihre liebe mühe und Not und kamen erst nach der Verlängerung weiter. Für die Freiburger geht es wohl darum im sicheren Mittelfeld der Liga Platz zu finden.

Apropos Klassenerhalt. Mit diesem Ziel ging der letztjährige Aufsteiger Eintracht Frankfurt auch in die Saison. Raus kam ein toller sechster Platz und die Chance sich für die Europa League zu qualifizieren. In dieser Saison muss die Eintracht ihre Leistung bestätigen und das versucht sie mit einem Punktuell verstärken Kader. Aus Freiburg kamen Flum und Rosenthal an den Main aber die Transfers sind dort noch nicht abgeschlossen. Man ist noch auf der Suche nach einem Torjäger für die neue Saison und dies ist auch nötig. Mit Lakic und Neuzugang Joselu hat man nicht gerade die torgefährlichsten Stürmer im Kader. Der Start ist für die Eintracht sehr wichtig, im letzten Jahr konnte in der Hinrunde die Basis für die gute Platzierung am Saisonende legen. Sollte dies nicht so werden, wird es für die Eintracht darum gehen möglichst schnell die 40 Punkte zu holen um nichts mit dem Abstieg zu tun zuhaben. Im Pokal kam die Eintracht im Gegensatz zur letzten Saison mit einem 0:2 gegen Illertissen weiter.

In seiner 50. Bundesligasaison konnte der Hamburger SV sich nicht für die Europa League qualifizieren. Es war eine turbulente Saison für den HSV, einerseits konnte man zweimal den damaligen deutschen Meister Borussia Dortmund schlagen, anderseits gab es beim FC Bayern München mit 9:2 die höchste Bundesliganiederlage überhaupt. In dieser Saison gibt es mit Oliver Kreuzer einen neuen Sportdirektor und der musste den Abgang des besten Torjäger Heung-Min Son kompensieren. Wer dies machen soll, ist noch nicht so ganz klar. Mit Hakan Calhanoglu wurde eines der größten deutschen Talente nun endgültig zum HSV geholt, des weiteren kam der Schweizer Johan Djourou an die Elbe. Dazu wurden gleich vier aus der eigenen Jugend geholt, aber ob der aufgeblähte Kader von 32 Spieler Erfolg bringt ist eine andere Frage. Für mich ist der HSV kein Kandidat für die Internationalen Plätze und muss aufpassen nicht wieder gegen Abstieg zu kämpfen. Der Pokal zeigte schon mal, warum der HSV unten hängen wird. Erst kurz vor Schluss konnte man gegen Kraftlose Jenaer mit 0:4 gewinnen.

Hingegen Borussia Mönchengladbach wird wohl damit nichts zu tun haben. Nach der Übergangssaison und Platz acht haben sich die Gladbacher kaum verändert. Mit Raffael aus Schalke bzw Kiew und Kruse aus Freiburg verstärkte man sich offensiv. Ansonsten blieb die Mannschaft fast wie in der Vorsaison und wenn die letztjährigen Zugänge Xhaka und De Jong in diesem Jahr dort richtig ankommen ist Gladbach in dieser Saison definitiv ein Kandidat für Europa. Über den Pokal wird es schon mal nicht nach Europa gehen, da Gladbach nach Elfmeterschießen gegen Darmstadt 98 peinlich raus flog.

Dort spielte Hannover 96 in den letzten beiden Jahren auch. In der letzten Saison kam man aber Auswärts auf keinen grünen Zweig und so kam mit Platz neun ein Platz im Mittelfeld rum. In dieser Saison gab es mit 11 Abgängen und nur fünf Zugängen einen kleinen Umbau in Hannover. Unter den Abgängen waren lang jährige Stammspieler wie Pinto und Abdellaoue, dafür kam aus Dortmund Bittencourt und aus Fürth Prib. In der Vorbereitung gab es in Hannover mit zwischenzeitlich 13 verletzten Spielern einige Probleme und auch im Pokal kam man mit einem 0:2 gegen Victoria Hamburg nicht gerade souverän weiter. Für die Hannoveraner wird’s wohl um die Plätze 7 – 11 gehen.

Das wünscht man sich in dieser Saison auch beim 1. FC Nürnberg. Nach Platz zehn in der Vorsaison und einer Saison ohne Abstiegssorgen geht bei den Nürnberger wenig verändert in die Saison. Doch der Abgang von Timm Klose zum VfL Wolfsburg sorgte wegen des ehemaligen Nürnbergerstrainer und nun Wolfsburger Trainer für Aufsehen. Für Klose kam Pogatetz aus Wolfsburg. Dazu wurde aus Dortmund noch Daniel Ginczek geholt. Für Nürnberg wird es wie in jedem Jahr darum gehen möglichst schnell die 40 Punkte zu holen und das sollten sie auch nach dem wiederholten ausscheiden in der ersten Pokalrunde schaffen.

„Alles muss raus!“ So oder anders kann man den Sommer beim VfL Wolfsburg nennen. Ganze 16 Spieler verließen die Wolfsburger in diesem Sommer und gerade einmal vier richtig neue Zugänge gab es und der Kader soll noch weiter verkleinert werden. Möglicherweise verstärkt sich der VfL mit Luiz Gustavo vom Tripplesieger Bayern München noch prominent. Jedoch hat Wolfsburg mit über 100 Millionen Euro den fünft wertvollsten Kader der Bundesliga und diesen macht die Wolfsburger zu einem Kandidaten auf die Europa League Plätze. Ganz wichtig ist der Saisonstart, der in der letzten Saison mächtig in die Hose ging. Im Pokal ging es für Wolfsburg mit einem Sieg gegen Karlsruhe schon mal gut los aber im Spiel gab es noch viele Fehler der Niedersachsen.

Das dominierende Thema beim VfB Stuttgart war kein Spieler oder Trainer. Nein, es war der Vorstandschef und das alte Wappen. Beides wurde auf der Mitgliederversammlung neu gewählt. Aber auch im Kader der Stuttgarter tat sich einiges, man gab einiges an Geld für neue Spieler aus. Für die Offensive wurde Abdellaoue aus Hannover und Leitner aus Dortmund geholt und im defensiven Bereich verstärkte man sich Rausch (ebenfalls) aus Hannover und Daniel Schwaab aus Leverkusen. Ansonsten verlor man nur den Japaner Okazaki nach Mainz. Mit den Verstärkungen muss sich der VfB in dieser Saison auch verbessern. Das man schon früh in der Europa League Qualifikation sich einspielen kann, ist auch nicht schlechteste. Insgesamt ist bei den Stuttgartern von Platz 4 bis 10 alles möglich, besonders wenn sie wie jedes Jahr eine starke Rückrunde spielen.

Vom 1. FSV Mainz 05 hörte man in der Sommerpause besonders von zwei Personalien. Der Abgang von Verteidiger Jan Kirchhoff stand schon länger fest. Nur beim Abgang von Anthony Ujah zum 1. FC Köln hörte man über Unklarheiten zwischen beiden Vereinen. Der wohl meistbeachtete und auch schmerzhafteste Abgang ist der des Torjägers Ádám Szalai zum FC Schalke 04. Dafür holten die Mainzer mit Polter aus Wolfsburg, Schahin aus Düsseldorf und Okazaki aus Stuttgart gleich drei neue Stürmer. Als Ersatz für Kirchhoff wurde aus Dortmund Julian Koch geholt. Es wird spannend zusehen, ob die drei neuen Stürmer den Verlust von Szalai wettmachen können. Im Pokal kamen die Mainzer erst kurz vor Schluss gegen Fortuna Köln weiter und es zeigte, dass die Mainzer den Abgang von Szalai erst noch verkraften müssen. Dies sollte passieren, ansonsten kann Mainz unten reinrutschen.

Nach über 14 Jahren heißt der Trainer beim SV Werder Bremen zu Saisonanfang nicht mehr Thomas Schaaf. Grund ist die richtig schwache Saison 12/13, als Werder erst am vorletzten Spieltag die Klasse hielt. Als neuer Trainer wurde der ehemalige DFB-Sportdirektor Robin Dutt geholt und der muss nun die Verluste von Sokratis (Dortmund) und De Bruyne (Chelsea) irgendwie auffangen. Für Sokratis wurde Luca Caldirola, für De Bruyne Cédric Makiadi aus Freiburg geholt. Und als Werder Fan muss man in dieser Saison wieder richtig starke nerven haben, da schon in der Vorbereitung nicht viel gelang und man reihenweise gegen Unterklassige Gegner verlor. Für mich ist Bremen in dieser Saison ein ernstzunehmender Abstiegskandidat und besonders nach dem dritten ausscheiden in der ersten Pokalrunde muss man sich in Bremen fragen, ob der Kader Bundesligatauglich ist.

Das Ziel Klassenerhalt hat auch der FC Augsburg in dieser Saison. Nach einer tollen Rückrunde hielten die Augsburger am letzten Spieltag die Klasse direkt. Aber in dieser Saison müssen sie auf einige Stützen des Klassenerhalts verzichten. Die ausgeliehenen Koo (Wolfsburg) und Ji (Sunderland) sind nicht mehr in Augsburg. Dafür kamen aber mit Holzhauser (Stuttgart) und Halil Altintop (Trabzonspor) zwei Bundesligaerfahrene nach Augsburg. Das Highlight der Vorbereitung war der Sieg gegen die neureiche Mannschaft aus Monaco. Für die bayrischen Schwaben geht es in dieser Saison mal darum, eine gute Hinrunde zu spielen. In den letzten beiden Jahren schaffte man den Klassenerhalt nach tollen Rückrunden aber irgendwann geht das auch mal schief.

Der Klassenerhalt der TSG 1899 Hoffenheim war eine große und vor allem am letzten Spieltag dramatische Überraschung. Durch einen Überraschungssieg in Dortmund und der gleichzeitigen Niederlage Düsseldorfs kam Hoffenheim in die Relegation, die man souverän gegen Kaiserslautern gewann. Das man für den Klassenerhalt vier Trainer braucht spricht auch schon einiges für sich. Und das es in Hoffenheim ein Mannschaftsfoto der aussortierten Spieler mit u.a Tim Wiese oder Tobias Weis ist auch selten in der Bundesliga. Zur Zeit hat man in Hoffenheim den jüngsten Bundesligakader überhaupt und die Zu und Abgänge bestehen größtenteils aus Ausgeliehenen bzw. verliehenen Spieler. Ich bin sehr gespannt wie der Saisonstart unter Trainer Markus Gisdol sein wurd und ob man auch bei Misserfolg an ihm festhält. Der Mannschaft trau ich einen Platz im gesicherten Mittelfeld zu, aber auch nach dem deutlichen Sieg im Pokal nicht mehr.

Diesen hätte der Bundesligaaufsteiger Hertha BSC Berlin auch gerne. Besonders wo die alte Dame in den letzten Jahren eine Fahrstuhlmannschaft war. Abstieg, Aufstieg, Abstieg und Aufstieg hieß es in den letzten Jahren bei der Hertha. Dieses mal möchte sich die Herthaner in der Liga halten und haben dafür die Mannschaft nur Punktuell verstärkt. Aus Kaiserslautern kam Baumjohann um das Spiel nach vorne zu verstärken, des weiteren wurde in Form von van den Bergh (Düsseldorf), Hosogai (Leverkusen) und Langkamp (Augsburg) Bundesligaerfahrung geholt. Ansonsten blieb die Aufstiegsmannschaft zusammen und kann der Hertha helfen die Klasse zu halten. Aber was als Aufsteiger manchmal drin ist, zeigt ja Frankfurt in der letzten Saison. Das aber noch nicht alles stimmt, zeigte der Pokal, wo man erst mit Ende der Verlängerung gegen Neumünster in die zweite Pokalrunde einzog.

Nach 28 Jahren Abstinenz ist Eintracht Braunschweig wieder in der 1. Bundesliga. Noch vor zwei Jahren spielte der deutsche Meister von 1967 in der 3. Liga, daher kam der Aufstieg unerwartet aber nicht unverdient. Nun stellt man sich mit dem niedrigsten Kaderwert der Herausforderung 1. Liga. Bekanntester Neuzugang ist Marco Caligiuri aus Mainz, ansonsten geht man größtenteils mit dem Aufstiegskader in die Saison. Es ist ihnen zu wünschen, das sie zumindest ein paar ihrer Heimspiele gewinnen würden und nicht so sang und klanglos wie Greuther Fürth absteigen. Alles andere ein Abstieg der Braunschweiger wäre eine große Überraschung, wenn nicht sogar Sensation. Im Pokal flog der Erstligist schon mal beim Zweitligaaufsteiger Arminia Bielefeld mit 2:1 raus.

Das war die Kurzvorschau zu allen Bundesligisten. Am Spielplan bleibt alles beim alten, außer das ab dieser Saison es öfters zu drei Spielen am Sonntag kommen könnte. Vorausgesetzt ist aber das Abscheiden der Bundesligisten in der Europa League. Alle Spiele der Bundesliga gibt es ab dieser Saison nach dem Ausscheiden von Liga Total exklusiv bei Sky Deutschland. Kernstück der Bundesligaübertragung bleibt der Samstag, wo man nun ab 14:00 Uhr mit den Vorberichten aus dem Stadion beginnt. Neu ist das Sponsoring des sogenannten Topspiel der Woche um 18:30 Uhr, was von Wettanbieter nun präsentiert wird. Die Nachberichte zu diesem gehen nun bis 21:00 Uhr und ab dort gibt es dann Samstag Live in neuer Gestalt bis 00:00 Uhr. Ansonsten bleibt es bei den zeiten der letzten Saison, Freitags 20 – 22:45 Uhr und Sonntags 15 Uhr bzw. 17 – 19:30 Uhr. Das Eröffnungsspiel der Hin und Rückrunde und die Highlights gibt es weiterhin Samstag im Ersten ab 18:30 Uhr und Sonntags in einer Sportschau für die dritten der ARD ab 21:45 Uhr. Highlights des Samstagabendspiels weiterhin im Sportstudio des ZDF um 23 Uhr. Neu ab dieser Saison sind die Highlights bei http://bild.de. Dort kann man gegen eine Gebühr von mindestens 7,98 Euro eine Stunde nach Abpfiff der Spiele die Highlights sehen, die dann ab Montag 00 Uhr kostenlos sind. Im Radio gibt es neben den ARD-Radios ab dieser Saison mit http://sport1.fm einen neuen Sender, der alle Spiele der 1. und 2. Liga sowohl einzeln als auch in der Konferenz ausstrahlt. Hören kann man dies auf der Website, der App und im Digitalen Radio von ENERGY. Alles zu den Kommentatorenansetzungen der Spiele gibt es bei den Kollegen vom http://kommentatoren.blog.de und wer die Spiele selbst Kommentieren möchte, ist bei http://marcel-ist-reif.de sehr gut aufgehoben.

Am Sonntagabend gibt es dann meine Einschätzung zum ersten Spieltag und es wird dann auch einen Blick auf die Übertragung von Sky und der Verarbeitung der Highlights bei Bild.de geben. Bis dahin.

Euer Domenik Lange

60 Tage nach dem Ende der Saison 2012/2013 startet am Heute die 40. Saison der zweiten Fußball Bundesliga. Mit insgesamt elf ehemaligen Bundesligisten und fünf Bundesligameisterschaften ist das Unterhaus des deutschen Ligafußballs sehr prominent besetzt. Und heute gibt es meine Persönliche Vorschau auf die Saison und dazu die Tipps, wo man die zweite Liga hören und sehen kann.

Die zweite Bundesliga ist im diesen Jahr so unberechenbar wie schon lange nicht mehr. Es gibt diese Saison keinen eindeutigen Favorit auf den Aufstieg in die 1. Liga und viele Mannschaften machen sich Hoffnungen einen Platz unter den ersten drei zu erreichen. Dies verspricht eine richtig spannende Saison zu werden und hier gibt es jetzt einen kleinen Überblick über die 18 Mannschaften. Anfangen möchte ich mit den Bundesligaabsteigern.

Der Abstieg von Fortuna Düsseldorf war überraschend und höchst dramatisch. Nach 15 Jahren Abwesenheit und einer guten Hinrunde stieg Düsseldorf nach einer richtig schlechten Rückrunde am letzten Spieltag direkt ab. Daraufhin trennte man sich von Trainer Norbert Meier und holte den ehemaligen Spieler und Fürther Aufstiegstrainer Mike Büsknes. Der Umbruch nach dem Abstieg war dementsprechend groß, da zehn Spieler den Verein verließen und zehn neue Spieler verpflichtet wurden. Die Fortunen ist der direkte Wiederaufstieg zuzutrauen, wenn sich die zweitjüngste Mannschaft der zweiten Liga schnell findet

Beim zweiten Bundesligaabsteiger Greuther Fürth war der Umbruch noch größer. 12 Zugänge stehen 18 Abgänge gegenüber. Auf der Trainerbank nimmt weiterhin Frank Krämer Platz. Der schon in der Bundesliga eingeleitet Umbruch zu jüngeren Spielern wird in der zweiten Liga fortgesetzt, dies heißt aber auch Erfahrungen sammeln. Ob es zum direkten Wiederaufstieg reicht, wage ich zu bezweifeln.

Nach dem verpassten Aufstieg in der Relegation gegen die TSG 1899 Hoffenheim unternimmt der 1. FC Kaiserslautern wieder einen Versuch in die höchste deutschen Spielklasse aufzusteigen. Doch auch hier verließen 13 Spieler den Verein, darunter Alexander Baumjohann der in vergangenen Saison große Anteile am dritten Platz hatte. Hinzugekommen sind Karim Matmour und Oliver Occéan die in der vergangen Saison noch erstklassig bei der Eintracht aus Frankfurt spielten. Gemessen am teuersten Kader der zweiten Liga gehört Kaiserslautern zu einem Kandidat auf einen Aufstiegsplatz.

Der FSV Frankfurt oder wie einige sie nennen die kleinen Frankfurter waren in der vergangen Saison einer der großen Überraschungsmannschaften. Mit Platz vier erreichte die Mannschaft um Trainer Benno Möhlmann die beste Platzierung der Vereinsgeschichte. Diesen Erfolg zu wiederholen wird für die Frankfurter sehr schwer, da andere Mannschaften aufgerüstet haben und die Frankfurter zur Zeit mit 23 Spielern den kleinsten Kader der Liga stellen.

Die Große Diva vom Rhein, der 1. FC Köln startete beim Trainingsbeginn zunächst ohne Trainer, da Holger Stanislawski nach dem verpassten Aufstieg zurücktrat und bis dahin noch kein Trainer gefunden wurde. Dann wurde mit Peter Stöger der Meistertrainer von Austria Wien in Österreich geholt. Einerseits konnte mit Anthony Ujah der Kölner Topstürmer gehalten werden, anderseits ging Christian Clemens nach Schalke um in der ersten Liga zu spielen. Von der Erwartungshaltung der Fans aber auch der von den Verantwortlichen wird der Aufstieg in die erste Liga erwartet, aber ob dies mit dem jüngsten Kader der zweiten Liga auch zu schaffen ist wird sich im laufe der Saison zeigen. Dafür brauch es auch die nötige Konsistenz, die es in der vergangenen Saison nicht gab.

Eine andere Diva hat in den vergangen Monaten meist nur für negativ Schlagzeilen gesorgt. Der TSV 1860 München, übrigens z.Z am längsten durchgängig in der zweiten Liga, ist geprägt von Ungereimtheiten in der Führungsetage. Erst wollte der Investor Ismaik das der Verein das Geld zurück zahlt, dann trat der Präsident und vor wenigen Tagen wurde dann ein neuer Präsident gewählt. Zum ganzen Theater kam noch die Absetzung des Kapitäns Benjamin Lauth dazu. Die Münchener sind sehr schwer einzuordnen. Einerseits haben sie einen guten Kader, anderseits kann diese einfach auch mal ein paar Wochen richtig schlechten Fußball spielen. Zum Favoritenkreis gehören sie alle male.

Die Hauptstädter vom 1. FC Union Berlin sind nach dem Aufstieg der Hertha wieder die einzige Mannschaft aus der Hauptstadt in Liga zwei. Nach zwei siebten Platz in den vergangenen Jahren und dem Um und Ausbau des eigenen Stadions durch die eigenen Fans steht der Verein aus Köpenick gut da. Mit den wenigen Abgängen und dem Verpflichten einiger Profis, die auch schon Bundesligaerfahrung haben, könnte Union in dieser Saison vielleicht sogar noch eine Schippe drauflegen.

Der FC Energie Cottbus ist eine typische Mittelfeldmannschaft der zweiten Liga. Im letzten Jahr landete man nach einem guten Saisonstart auf Platz acht. Man brach auch mit einem Zyklus, wo Cottbus seit der Wiedervereinigung immer drei Jahre in einer Spielklasse blieb, bis man Auf oder Abstieg. Nun spielt Energie zum fünften mal in Folge in Liga zwei und muss auf letztjährige Stammspieler wie Thorsten Kirschbaum und Daniel Adlung verzichten. Es scheint so, als hätte Cottbus nun seine Liga gefunden, aber es ist nicht auszuschließen, dass es auch mal einen Ausschlag gibt. Ob nach oben oder unten, dass wird der Saisonstart zeigen.

Beim letztjährigen Aufsteiger VfR Aalen war lange nicht klar, ob man die zweite Liga finanziell halten kann. Im Gegensatz zum MSV Duisburg, der Zwangsabstieg, gelang den Aalern dies Finanziell. Sportlich hatten sie das in der Saison sportlich ohne Probleme. Während die beiden anderen Aufsteiger sportlich abstiegen, hielt Aalen die Klasse als neunter ohne Probleme. Aber man sagt auch, die zweite Saison für Aufsteiger ist die schwerere. Und dies könnte auch die Aalener treffen. Sie haben den vom Marktwert schlechtesten Kader und auch die älteste Mannschaft. Dazu haben sie mit Stefan Ruthenback einen neuen Trainer nachdem Aufstiegstrainer Ralph Hassenhüttl den Verein verließ. Für Aalen wird es eine ganz schwere Saison und sie werden für mich bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen.

Dies galt für den Kultklub, dem FC St. Pauli in der vergangenen Saison. Erst am zweitletzten Spieltag konnten sich die Hamburger definitiv retten. In dieser Saison muss man auf den letztjährigen Toptorjäger Daniel Ginczek verzichten. Dafür wurde u.a Christopfer Nöthe geholt, der in der letzte Saison bei Greuther Fürth spielte. Und ob die Paulianer in dieser Saison wieder für eine positive oder negative Überraschung sorgen wird vor allem der Saisonstart zeigen.

Ebenfalls am vorletzten Spieltag rettete sich der SC Paderborn vor dem Abstieg. Vorher entschließen sie den Trainer Stephan Schmidt. Unter dem neuen Trainer André Breitenreiter wurde der wahrscheinlich prominenteste Zugang Martin Amadick von Eintracht Frankfurt verpflichtet. Zu was der SC Paderborn im Stande ist sah man vor zwei Jahren, als man knapp den Relegationsplatz drei verfehlte. Durch die größere Konkurrenz in der Liga wird der SCP sich im Mittelfeld der Liga wiederfinden.

Beim FC Ingolstadt ist der bekannteste Transfer auf der Bank zustande gekommen. Mit Marco Kurz wurde ein Trainer geholt, der weiß wie man aufsteigt und auch in der ersten Liga gespielt wird. Im Kader gab es hingegen nur Ergänzungen. Nach Platz 12 in der vergangenen Saison würde es mich nicht überraschen, wenn der FCI in dieser Saison in der Region bleiben würde, aber mit dem Blick nach unten gerichtet.

Peter der Große ist zurück. So hieß in der Endphase der Saison beim VFL Bochum, In größter Abstiegsnot reaktivierte man Peter Neururer, mit dem man vor einige Jahren sogar International spielte. Er rettete den VFL vor dem Abstieg und baut nun eine neue Mannschaft auf. Elf Zugänge stehen 15 Abgänge entgegen. Den bekanntesten und lautesten Abgang der zweiten Liga gab es mit Leon Goretzka, der erst unter Androhung einer Klage zu Schalke 04 ging. Mit Goretzka verliert Bochum nicht nur ein großes Talent, sondern auch einen Stammspieler. Es wird spannend zu sehen sein, wie der VFL Bochum unter Peter Neururer die Saison angehen wird. Für mich zählen sie zu den Geheimtipps auf die oberen Ränge.

Mit diesen wird der FC Erzgebirge Aue wahrscheinlich nichts zu tun haben. Erst am letzten Spieltag konnte sich Aue vor dem Relegationsplatz 16 retten. Mit Trainer Falko Götz, der zum Ende der Saison kam gewann bisher auch nur eins von drei Spielen. Der Große Umbruch in der Mannschaft blieb wegen den finanziellen Möglichkeiten auch aus. Am ehesten kennt man noch Torwart Sascha Kirschstein der auch mal beim HSV in der Bundesliga spielte.

Im 60. Jahr seines Bestehens feierte Dynamo Dresden im Mai den Klassenerhalt. Diesen schaffte man aber erst in der Relegation gegen Osnabrück. Das man da hinkam verdankte man der Auswärtsspiele. Nur die beiden Sportlichen Absteiger Regenburg und Sandhausen holten Auswärts weniger Punkte. Dementsprechend baute Dresden mit 13 Zugängen und 15 Abgänge den Kader groß um. Mit Dedic aus Bochum und Menz aus Berlin holte man sich auch erfahrene Zweitligaprofis. Wenn Dresden die Heimstärke halten kann und Auswärts mehr Punkte holt, sollten sie mit dem Abstieg eigentlich nichts zu tun haben. Eigentlich.

Eigentlich trifft nämlich auch auf den SV Sandhausen zu. Eigentlich war man schon Sportlich in die dritte Liga abgestiegen aber der Lizenzentzug des MSV Duisburgs holte Sandhausen in die zweite Liga zurück. Der Kader wurde dementsprechend umgebaut und auf Erfahrung gestimmt. Ob es mit dem zweitältesten Kader aber auch mit dem dritt schwächsten Marktwert zum Klassenerhalt reich, darf nach der letzten Saison schwer bezweifelt werden. Und jedes Jahr wird es auch nicht zu einem Lizenzentzug kommen.

Nun komme ich zu den beiden Aufsteigern und Rückkehrern in die zweite Liga. Der Karlsruher SC schaffte als Meister der dritten Liga den direkt Wiederaufstieg. Jedoch wird ihr bester Spieler, Hakan Calhanoglu nicht mehr für den KSC spielen. Er wechselte endgültig zum Hamburger SV, wo er vorher zum KSC ausgeliehen wurde. Ansonsten verstärkte man sich einige Profis, die schon Zweiligaerfahrung haben. Als Aufsteiger hat man nur ein Ziel, den Klassenerhalt. Und diesen kann Karlsruhe durchaus schaffen, auch wenn der Manager Oliver Kreuzer gleich mit zum HSV ging.

Last but not least geht es um Arminia Bielefeld, die nach zwei Saisons in der dritten Liga wieder im Unterhaus sind. Die Bielefelder stiegen die der KSC am vorletzten Spieltag der dritten Liga auf. Großen Anteil an diesem Aufstieg hat Trainer Stefan Krämer der dort auch einen gewissen Kultstatus genießt. Ob dies zum Klassenerhalt beiträgt wird die Saison zeigen. Die Mannschaft wurde wie im Vorjahr nur Punktuell verstärkt und vertraut daher zum großen Teil der Aufstiegsmannschaft die die Klasse halten möchte. Dies ist als Aufsteiger natürlich schwer, aber mit den Fans Zuhause kann dies die Arminia schaffen.

Das waren die 18 Vereine im Kurzcheck. Einzige Änderung zur letzten Saison ist das die Freitagsspiele nun eine halbe Stunde später um 18:30 Uhr beginnen. Nun dazu wie die Fans die Spiele der zweiten Liga verfolgen können. Zu einem kann man dies bei Sky, die alle 306 Spiele auch in HD im Pay-TV zeigen, zum anderen weiterhin das Montagabendspiel live bei Sport 1. Die Highlights im Free-TV gibt es weiterhin Freitags bei Sport 1, Samstags im Ersten und Sonntags wieder bei Sport 1. Neu in dieser Saison sind die Highlights bei Bild.de, die bereits eine Stunde nach Abpfiff dort gegen eine Gebühr zu sehen sind. Wer die Spiele bei Sky und Sport 1 kommentiert, findet ihr bei den Kollegen vom http://kommentatoren.blog.de/. Neu in dieser Saison ist der Radiopartner. Ab dieser Saison überträgt http://www.sport1.fm/ alle Spiele der ersten und zweiten Liga. Und wer selbst das Spiel kommentieren möchte ist bei http://www.marcel-ist-reif.de/ sehr gut aufgehoben.

In drei Wochen folgt dann auch die Vorschau auf die 51. Saison der Fußball Bundesliga.

Euer Domenik Lange

P.S: Hier könnt ihr abstimmen wer auf und absteigt