Die DEL vor den Playoffs 2011/2012

In der Deutschen Eishockey Liga stehen ab dieser Woche die Playoffs an. Acht Mannschaften haben sich in der Hauptrunde oder in den Pre-Playoffs für das Viertelfinale qualifiziert. Leider bekommen die Liga und die Mannschaften in den deutschen Medien wenig bis gar keine Aufmerksamkeit. Die Gründe dafür und einen umfangreichen Blick auf die Playoffs gibt es jetzt hier.

Fangen wir erst einmal mit den Mannschaften an, die sich für das Viertelfinale qualifiziert haben. Als Titelverteidiger und Topfavorit auf die Meisterschaft gehen die Eisbären aus Berlin ins Viertelfinale. Mit drei der letzten vier Meisterschaften waren die Berliner mit Abstand das erfolgreichste Team in der Liga und die Hauptrunde schlossen sie ebenfalls mit Platz eins ab. Dazu haben die Eisbären auch den besten Zuschauerschnitt der ganzen Liga. Als Zweiter zog der ERC Ingolstadt in die nächste Runde der DEL. Dahinter kam das Überraschungsteam der letzten Saison, die Grizzly Adams Wolfsburg. Damit bestätigten die Wolfsburger die Vizemeisterschaft der letzten Saison, in der sie allerdings keine Chance gegen Berlin hatten.

Als Vierter zogen die Adler Mannheim ins Viertelfinale, die bis zum vergangen Jahr alleiniger Rekordmeister der DEL waren, bevor Berlin gleichzog. Die Mannheimer treffen dort auf die Hamburg Freezers, die in der Hauptrunde Fünfter wurden und somit zum ersten Mal seit 2009 wieder in den Playoffs sind. Auf Platz sechs ist als letzter fester Teilnehmer ein echter Neuling den Playoffs. Es sind die Straubing Tigers, die sich im sechsten DEL-Jahr zum ersten Mal für die nächste Runde qualifizieren könnten. Es kommt damit zum Duell mit dem Drittplatzierten, den Grizzlys aus Wolfsburg. Erst am aller letzten Hauptrundenspieltag zogen die Bayern auf Platz sechs und profitierten von einem Remis beim Spiel Augsburg vs. Düsseldorf, wo ein Sieg für einen der beiden Mannschaften für Platz sechs gereicht hätte.

Stattdessen mussten die beiden mit den Kölner Haien und den Iserlohn Roosters um die beiden verbleibenden Plätze in den Playoffs kämpfen. Die DEG Metro Stars spielten als Siebter gegen den Zehnten Iserlohn, während die Augsburger Panther als Achter gegen die Neuntplatzierten Kölner antrat. Für Augsburg sollten die Playoffs schneller vorbei sein als sie vermutlich am letzten Hauptrundenspieltag dachten, da nach zwei Spielen und zwar zwei Niederlagen gegen Köln Schluss war. Auch Kölns Rheinrivalen, die DEG Metro Stars, schafften als achte und letzte Mannschaft den Einzug ins Viertelfinale, da sie die Iserlohn Roosters in zwei Spielen zweimal besiegen konnten. Die Kölner Haie spielen nun gegen die Eisbären Berlin um den Einzug ins Viertelfinale, während Ingolstadt es jetzt mit der DEG zu tun hat. Im Viertelfinale wird der Modus „Best of Seven“ gespielt, heißt, man braucht vier Siege für das Erreichen des Halbfinales. Dort und im Finale braucht man nur drei Siege, da der Modus „Best of Five“ gespielt wird.

Wer in dieser Saison das Meisterrennen für sich entscheidet, ist sehr sehr, schwer voraus zu sagen. In Hauptrunde sah man, dass jeder jeden schlagen konnte aber auch, dass sich viele Mannschaften eine Auszeit nahmen und erst gegen Ende der Saison wieder die Form hatten und sich dann teils erst an den letzten Spieltagen qualifizierten. Bei den meisten ist der Titelverteidiger aus Berlin der Topfavorit auf den Titel, doch auch die Adler Mannheim haben gute Chancen auf den Titel. Für mich gibt es allerdings noch zwei weitere Geheimfavoriten. Da wären einmal die Grizzlys aus Wolfsburg, deren Finaleinzug im letzten Jahr wohl kein einmaliges Werk war und die Wolfsburger auch über die gesamte Hauptrunde gute Leistungen zeigten. Der zweite Geheimfavorit sind die Kölner Haie, die ich ein paar Mal selbst spielen sah. In der Hauptrunde waren die Haie eine Wundertüte, da wusste man nicht, welches Gesicht sie heute zeigen würden. Zum Ende der Hauptrunde gab es in sechs Spielen sechs Niederlagen am Stück, darunter das bestbesuchteste Spiel der Saison mit 18.500 Menschen in der Lanxess Arena beim Derby gegen Düsseldorf, um dann die letzten sechs Spiele der Hauptrunde in Folge zu gewinnen und sich somit noch für die Pre-Playoffs zu qualifizieren und eine grandiose Leistung abzuliefern.

Wenn man nicht gerade in der Nähe seines DEL-Lieblingsvereins wohnt, ist es sehr schwer für die Fans, ein Spiel ihrer Mannschaft zu sehen. Jedoch gibt es von vielen Vereinen sehr vorbildliche Maßnahmen: Auswärtsfahrten von Fanclubs erleichtern es den Fans, auch an Spielen, die nicht gerade in der Heimat liegen, teilzunehmen. So gab es zum Beispiel bei den Kölner Haien an den letzten beiden Spieltagen eine sogenannte XXL-Tour, wo die Fans in Bussen nach Düsseldorf und Berlin gefahren wurden. Sowas ist durchaus günstiger als selbst mit dem Auto die Auswärtsspiele zu besuchen und die Stimmung ist in der Gruppe sowieso besser.

Die Berichterstattung im deutschen Fernsehen sieht zur Zeit nicht gerade rosig aus. Gerade einmal ganze acht Spiele gibt es im frei einfangbaren Fernsehen bei Eurosport zu sehen. Wer mehr Spiele sehen will, muss sich ein Abo beim deutschen Pay-TV Sender Sky holen, was mindestens 33,90€ pro Monat kostet oder aver man wartet einen Tag und schaut sich die Spiele in einer Zusammenfassung im Internet an. Am selben Tag bieten sich sonst nur der Live-Ticker oder schriftliche Beiträge an. Bei Sky gibt es dafür pro Spieltag ein Spiel aus der DEL zu sehen. Im Viertelfinale gibt es ebenfalls ein Spiel, erst ab dem Halbfinale werden alle Spiele gezeigt. Aber es gibt vielleicht Hoffnung, dass bald wieder mehr Spiele im deutschen Free-TV laufen, weil der Vertrag mit Sky nach dieser Saison ausläuft, die DEL so spannend wie nie ist und auch wieder deutlich mehr Fans in die Arenen gehen als es in den letzten Jahren der Fall war, da die DEL zur Zeit den höchsten Zuschauerschnitt der gesamten DEL-Geschichte hat. Diese Liga, die mehr durchschnittliche Besucher als Handball und Basketball hat, sollte einen festen Free-TV Partner bekommen, da die Deutsche Eishockey-Liga auch deutlich spannender als die meisten anderen ist. Jetzt muss man die kommenden Monate abwarten, ob Eishockey und die DEL künftig wieder mehr Präsens in der öffentlich Wahrnehmung bekommen. Dieser Sport und seine Fans haben es auf jeden Fall verdient!

Euer Domenik Lange

TV-Übertragungen von Großveranstaltungen

In der Sportwelt gibt es TV-Rechte, für die man mehrere Hundert Millionen Euro bezahlen muss. Heute möchten wir euch zeigen, was die teuersten Sportrechte sind, wie die TV-Sender das Geld wieder verdienen möchten und was der Zuschauer von den Rechten hat. Dabei schauen wir auch mal ins Ausland und gucken, was dort die teuersten Sportrechte sind.

Die in Deutschland teuersten Sportrechte sind die Fußballrechte, also die Weltmeisterschaften, Europameisterschaften und die Fussball-Bundesliga. Knapp hinter Fußball liegen die Rechte für die Olympischen Sommer- und Winterspiele. Und dann kommen auch schon die Rechte für die Königsklasse des Motorsports, die Formel 1.

Fußballweltmeisterschaft: Fußball, dass Kind der Deutschen

In Deutschland übertragen gleich vier Sender die Fußballweltmeisterschaft 2010 aus Südafrika. Neben dem Pay-TV-Sender Sky Deutschland, der alle 64 Spiele der WM zeigt, übertragen die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF 55 Spiele, darunter alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft, die Halbfinalspiele und das Finale. Zum zweiten Mal nach der WM 2006 in Deutschland überträgt der Privatsender RTL auch neun Partien: sechs Vorrundenspiele, zwei Achtelfinals und ein Viertelfinale. Außer während der Halbfinale, dem Spiel um Platz 3 und dem Finale, laufen mindestens zwei Spiele an einem Tag. In der Vorrunde sind es teilweise sogar drei, da die Spiele um 13:30, 16:00 und 20:30 Uhr angepfiffen werden.

Bei einer Weltmeisterschaft sind hohe Quoten garantiert:  Beispiel ist das Halbfinale der WM 2006 in Deutschland. Sage und schreibe 29 Millionen Deutsche (nicht die mit gerechnet, die beim Public Viewing zusahen) saßen an dem Abend vor dem Fernseher. Mit 93 % Marktanteil fuhr der übertragende Sender die beste Quote aller Zeiten in Deutschland ein.
TV-Sender, die nicht Fußball zeigen, müssen besonders bei Spielen mit deutscher Beteiligung befürchten, dass kaum einer ihr Programm verfolgt. Deshalb zeigen diese Sender vermehrt Wiederholungen alter Sendungen. In den Jahren, wo die WM- bzw. EM-Turniere stattfinden, sind die Fußballspiele auch mit Abstand die meist gesehenen Sendungen des Jahres.

Es wird spekuliert, dass der Fußball-Weltverband FIFA die Rechte für einen dreistelligen Millionenbeitrag verkauft. Die Sender refinanzieren die Kosten für die Spiele durch Werbung, da die wichtige Kernzielgruppe der 14-49 Jährigen durch die Werbung beeinflusst wird. Da die Öffentlich-Rechtlichen am Wochenende und ab 20 Uhr keine Werbung mehr zeigen dürfen, ist es für sie, im Gegensatz zu Privatsendern, deutlich schwerer die Rechte zurück zu finanzieren. Bei den Öffentlich-rechtlichen Sender werden die Rechte von der GEZ bezahlt.

Bundesliga: Hier schaut man noch auf den Fan

Für die Fußball-Bundesliga gibt es seit Jahren ein eingespieltes Verfahren um die Vergabe der Übertragungsrechte. Dabei werden zum Beispiel verschiedene Rechte fürs Pay- und Free-TV abgegeben. Die Deutsche Fußball Liga (DFL), die die Rechte vergibt, schaut nicht nur auf das Geld, sondern auch auf die Fans. Dies erfuhr Premiere bei der Rechteausschreibung 2005 schmerzlich. Premiere wollte mehr Geld ausgeben, dafür sollten die Zuschauer im Free-TV die Bilder erst am späten Abend sehen. Doch die DFL vergab die Rechte an einen Konkurrenten. Nach einem Jahr erkaufte sich Premiere die Rechte teuer wieder. Bei der letzten Rechtevergabe 2008 forderte der übertragende Pay-TV Sender Sky (damals noch Premiere) mehr Exklusivität und wollte somit auch mehr Geld für die Rechte ausgeben. Die DFL ging nach der letzten Rechtevergabe “auf Nummer sicher” und vergab die Rechte an Sky. Auch die anderen bewährten Partner, ARD, ZDF und das DSF, bekamen ebenfalls Rechte für die Bundesliga. Aber es gibt einen Konkurrenten für Sky. Denn Liga Total, dass Angebot der Deutschen Telekom bekam die Rechte für das Internetfernsehen (IPTV). Insgesamt nimmt die DFL durch die Rechte ca. 1,6 Milliarden Euro für die vier Jahre ein.

Olympia verschwindet nicht so schnell im Bezahlfernsehen

Wer Bilder von den Olympischen Spiele zeigen will, muss auch tief in die Tasche greifen. Und es gibt hier mehrere Dinge zu beachten, da die Sommer- und Winterspiele nicht getrennt voneinander vermarktet werden. Wer die Sommerspiele um jeden Preis haben will, muss auch für die Winterspiele bezahlen.
Bei Einem kann man sich jedoch sicher sein: Die Olympischen Spiele werden in nächster Zeit nicht im Pay-TV verschwinden, da das Internationale Olympisches Komitee (IOC) vorschreibt, dass mindestens 200 Stunden Olympia im frei empfangbaren TV laufen müssen. Daher müssen sich die Pay-TV-Anbieter genau überlegen, ob sie für die sehr teuren Rechte bieten wollen – schließlich müssen sie dann auch einen Free-TV-Sender finden, der auch die Spiele zeigen will.

Die Königsklasse des Motorsports: Sie ist uns lieb und TEUER

Mittlerweile seit über 18 Jahren zeigt der Privatsender RTL schon die Rennen der Formel 1. Mit den Erfolgen der Deutschen, insbesondere denen von Michael Schuhmacher, stiegen die Kosten für die Rechte der Königsklasse kontinuierlich an. RTL zahlt vermutlich pro Saison 80 Millionen Euro an Bernie Ecclestone, der die Rechte vermarktet. Dafür sieht der Zuschauer dann die Qualifikation und die Rennen. Leider muss RTL, um die Rechte zu refinanzieren während des Rennen immer wieder Werbung schalten. Die freien Trainingsläufe am Freitag verkaufte RTL regelmäßig an Sport 1. Wer die Rennen ohne Werbung sehen will, muss sich Sky Deutschland anschaffen.

Und wie siehts im Ausland aus?! Beispiel: USA

Schauen wir einmal ins Ausland: Was kosten dort die Übertragungsrechte? In den USA sind die teuersten Rechte ganz klar die Rechte an der NFL und dem dazugehörigen Super Bowl. Um Spiele aus der NFL zeigen zu dürfen, zahlen die US-Sender insgesamt die enorme Summe von 3,7 Milliarden US-Dollar. Wohlgemerkt für nur eine Saison! Das Finale des Super Bowls ist das größte Sportevent, dass an einem einzelnen Tag stattfindet. Allein in den USA schauen über 100 Millionen Menschen das Spiel. Der Sender, der das Finale überträgt, verlangt bis zu 2 Millionen US-Doller für einen 30-sekündigen Werbespot. Nur als Beispiel: Für einen Werbespot rund um ein Spiel der Fußballweltmeisterschaft mit deutscher Beteiligung verlangt die ARD “gerade” einmal 258.000 Euro.
Auch die Rechte für die Olympischen Spiele sind so teuer, dass der übertragende Sender NBC bei den letzten Olympischen Winterspielen trotz sehr guter Zuschauerzahlen massive Verluste einfuhr.

Wie das Ausland über ihre Ligen berichtet

In diesem Blog geht es darum, wie Medien im Ausland über ihren Ligen berichten. Heute schauen wir auf auf das benachbarte Ausland. Wie wird im eignen Land über die Premier League, die Primera Division und Co berichtet. Was kosten die TV-Rechte und wann werden die Spiele im Free-TV gezeigt. Dazu zeige ich noch, wie wir in Deutschland über die jeweilige Liga berichten.

Fangen wir mit dem Mutterland des Fußballs an. Wie wird die Premier League im eignen Land an die Leute gebracht und was müssen die Engländer dafür zahlen. Im Vergleich zu der Deutschen Bundesliga müssen Englische TV-Anbieter richtig Asche auf den Tisch legen, damit sie über die beste Liga der Welt berichten dürfen. Im Bezahlfernsehen wird die Premier League bei BskyB übertragen. Für diese TV-Rechte bezahlen sie fast 1,8 Milliarden Pfund, was gut 1,6 Milliarden Euro sind. Der Vertrag geht über drei Jahre. Doch wie viel müssen Kunden von Sky bezahlen, um die Spiele der Premier League zu sehen? Genau wie in Deutschland muss erst ein Grundpaket gebucht werden bevor man eines des Premiumpakete buchen kann. In England sind das zur Zeit im billigsten Fall 40 Pfund pro Monat, was rund 46 Euro sind. Im Vergleich zu Deutschland ist das teurer. Hier bezahlt man im günstigsten Fall 33,90 pro Monat. Hier in Deutschland sehen wir Spiele beim Pay-TV Sender Sky. Hier gibt es bis zu vier Spiele pro Spieltag. Hauptsächlich werden Spiele der großen Mannschaften wie Manchester United. FC Chelsea oder Arsenal London.

Gehen wir weiter nach Spanien. Da ist die Rechtelage ein bisschen anders als in anderen Ländern. Anders als zum Beispiel in Deutschland oder England kriegen die Vereine nicht nach Tabellenplatz Geld. So bekommen in Spanien die beiden großen Vereine, Real Madrid und FC Barcelona deutlich mehr Geld als zum Beispiel der FC Valencia. Kleinere Vereine bekommen nur einen Bruchteil vom Fernsehgeld. Anders als in anderen Europäischen Liegen gibt es jedoch jeden Spieltag ein Spiel live im Free-TV. Für die restlichen Spiele muss man bezahlen. In Deutschland gibt es die Spiele der Primera Division Live und kostenlos im Internet. Laola.TV überträgt bis zu acht Spiele mit deutschem Kommentar Live und kostenlos für jeden.

Weiter geht es nach Italien. Dort übertragen Sky Italia und Mediaset alle Spiele der Serie A. Die kosten für die Italiener für ihre Liga sind noch günstiger als in Deutschland. So müssen die Kunden von Sky Italia Minimum 29 Euro pro Monat zahlen. Bei Mediaset sind es sogar nur 19 Euro. Das sind immerhin fast fünf Euro beziehungsweise 15 Euro weniger als bei Sky in Deutschland. Dafür zahlen die beiden über 800 Millionen Euro an die Liga. Im Free-TV gibt es die Highlights im Staatlichen Fernsehen RAI. Wir in Deutschland können die Spiele der Serie A bei Sportdigital sehen. Sie zeigen bis zu zwei Spiele pro Spieltag. Auch im Internet zeigt Sportdigital die Spiele. Allerdings muss man dort für jedes Spiel extra bezahlen.

Und nun geht es nach Frankreich in die Ligue 1. Die Franzosen können die Spiele beim Pay-TV Sender CANAL+ und dem Mobilfunkanbieter Orange sehen. Dafür zahlen die beiden bis Ende dieses Jahres 668 Millionen Euro für drei Jahre. In Frankreich müssen Abonnenten mindestens 25 Euro bezahlen um Fußball bei CANAL+ zu sehen. Im Free-TV gibt es hingegen eine Highlightsendung, die auch von CANAL+ hergestellt wird. In Deutschland überträgt Eurosport jeden Spieltag eine Partie aus Frankreich.

Zum guten Schluss geht es nach Österreich und in die Schweiz. In Österreich ist die Rechtelage ganz klar. Alle Spiele der ersten und zweiten Liga gibt es bei Sky Österreich. Dafür zahlt Sky 17 Millionen Euro pro Spielzeit. Der Österreichische Rundfunk (ORF) zeigt jeden Spieltag ein Spiel der ersten Liga live und die Highlights der anderen Spiele nach dem Livespiel. In Deutschland kann man viele Spiele ebenfalls über Sky Deutschland bei Sky Sport sehen. Hingegen ist die erste Liga in der Schweiz gar nicht in Deutschland zu sehen. Dort werden die Spiele beim Pay-TV Sender „Teleclub“ gezeigt. Highlights gibt es beim Schweizer Fernsehen(SF)

Die Unterschiede zwischen einer Topliga zu einer Mittelklassenliga sind gewaltig. So bekommt zum Beispiel jeder Bundesligist in Deutschland mehr Geld durch die TV-Rechte, als alle Vereine in Österreich alle Vereine zusammen. Aber auch der Unterschied in den Topligen ist groß. So bekommen die Englischen Vereine deutlich mehr Geld, als die deutschen Vereine. In Deutschland müssen die Fans jedoch nicht lange warten, bis sie Spielberichte sehen. Schon eine Stunde nach Ende der Spiele am Samstagnachmittag sind diese im Free-TV zu sehen. Dagegen müssen die Fans in den Ausländischen Ligen lange auf Spielberichte im Free-TV warten, da sie meist erst Spätabends oder gar erst am anderen Tag laufen. Doch eben diese frühe Ausstrahlung der Bundesligaspiele sind für die Bundesliga Gift. Den Sky als größter Geldgeber der Bundesliga fordert mehr Exklusivität und eine deutlich spätere Ausstrahlung der Highlights. Im Gegenzug würde Sky mehr für die Rechte bezahlen was der Bundesliga wohl eher zu gute kommen würde. Dieses oder nächstes Jahr werden die TV-Rechte für die Bundesliga neu vergeben. Man darf gespannt sein, ob Sky eben diese Exklusivität bekommt und im Gegenzug die Bundesliga mehr Geld bekommt

Euer Domenik Lange

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